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Masterarbeit Quellen prüfen: der Abgabe-Check fürs Literaturverzeichnis

So prüfst du die Quellen deiner Masterarbeit vor der Abgabe: Zweit-Hand-Einträge zuerst, DOI-Resolve, Katalogsuche — und warum Plagiatssoftware das nicht abdeckt.

7 Min. LesezeitMasterarbeitQuellen prüfenLiteraturverzeichnisAbgabe

Häufige Fragen

Wie prüfe ich das Literaturverzeichnis einer Masterarbeit vor der Abgabe?
Zuerst die Einträge markieren, die du nie im Volltext hattest. Dann jede DOI auf doi.org resolven und den Rest als exakten Titel in Crossref, OpenAlex und im Bibliothekskatalog suchen. Zum Schluss Text und Verzeichnis gegeneinander abgleichen. Die Existenzprüfung für das ganze Verzeichnis geht in einem Durchgang; den Inhalt prüfst du nur bei den Belegen, die deine These tragen.
Muss ich in der Masterarbeit wirklich jede Quelle einzeln prüfen?
Jede Quelle, die du nicht selbst gelesen hast. Was du aus dem PDF zitiert hast, ist für die Existenz erledigt. Was aus einer Literaturliste der Betreuung, aus der Bachelorarbeit, aus einer Fussnote oder einem KI-Chat ins Verzeichnis gewandert ist, ist es nicht. Genau diese Einträge prüfst du zuerst.
Prüft Turnitin oder PlagScan, ob meine Master-Quellen existieren?
Nein. Plagiatsscanner vergleichen deinen Text mit fremden Texten. Sie prüfen weder, ob eine zitierte Quelle real ist, noch ob sie das aussagt, was du behauptest. Eine erfundene Angabe geht durch, weil es keinen fremden Text gibt, mit dem sie übereinstimmen könnte.
Wie viele Quellen sind in einer Masterarbeit üblich?
Als grober Rahmen gelten 50–100 Quellen. Das ist kein Prüfungsminimum, sondern der Bereich, den die meisten DACH-Masterarbeiten treffen. Wer die Zahl nach Fach und Methode einordnen will, findet die Faustregeln unter «Wie viele Quellen braucht eine Bachelorarbeit?» — der Beitrag nennt auch den Master- und Dissertationsrahmen.
Was mache ich, wenn eine Quelle nirgends auffindbar ist?
Nicht auffindbar heisst nicht automatisch erfunden. Graue Literatur, Hochschulschriften und ältere deutschsprachige Titel fehlen oft in den grossen Datenbanken. Prüfe zuerst den Katalog deiner Hochschule, swisscovery, den Katalog der Deutschen Nationalbibliothek oder den Karlsruher Virtuellen Katalog. Findest du auch dort nichts und hast die Quelle nie selbst gesehen, streich sie und ersetze sie.

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