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Impact Factor, h-Index und Journal-Ranking verstehen

Impact Factor, h-Index, SJR und CiteScore in der Abschlussarbeit richtig einordnen: was die Zahlen aussagen, wo du sie findest und wie du sie sinnvoll zitierst.

7 Min. LesezeitBibliometrieImpact FactorRechercheWissenschaftliches Schreiben

Häufige Fragen

Ist ein Journal mit hohem Impact Factor automatisch besser?
Nein. Der JIF misst durchschnittliche Zitierhäufigkeit im gesamten Journal, nicht die Qualität eines einzelnen Artikels. Ein 2-Punkte-Journal in einem kleinen Fach kann für dein Thema deutlich einschlägiger sein als ein 20-Punkte-Journal aus einer Nachbardisziplin. Nimm den JIF als Signal, nicht als Beweis.
Kann ich den h-Index in meiner Bachelorarbeit als Argument verwenden?
Nur mit Vorsicht. Der h-Index bevorzugt lange, produktive Karrieren — eine promovierte Nachwuchsforscherin mit einer bahnbrechenden Arbeit hat vielleicht h = 3, während eine mittelmäßige, aber langjährige Professur bei h = 25 liegt. Verwende ihn allenfalls zusammen mit inhaltlichen Argumenten.
Wo finde ich den aktuellen Journal Impact Factor?
Im Journal Citation Reports (JCR) von Clarivate, zugänglich über Web of Science mit Uni-Lizenz. Die Zahlen erscheinen einmal jährlich im Juni und beziehen sich immer auf das Vorjahr. Auf der Journal-Homepage findest du den Wert oft als Marketing-Zahl — dort ist er meist korrekt, aber prüfe das Jahr.
Was ist der Unterschied zwischen JIF, SJR und CiteScore?
Der JIF (Clarivate) rechnet Zitate über 2 Jahre und ist die klassische Zahl. CiteScore (Elsevier/Scopus) nutzt 4 Jahre und ein breiteres Dokumenten-Set. SJR (SCImago, frei) gewichtet Zitate danach, wie prestigereich die zitierende Zeitschrift selbst ist — ähnlich wie Googles PageRank.

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